REGELN UND ETIKETTE

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Regeländerungen 2016

1. Neue Ausnahmeregelung zu Regel 6-6d. Falsche Schlagzahl für das Loch
Bislang wurde ein Spieler nach Regel 6-6d ausnahmslos disqualifiziert, wenn er für ein Loch eine niedrigere als die tatsächlich gespielte Schlagzahl einreicht. Zukünftig folgt keine Disqualifikation mehr, wenn der falsche Score aufgrund einer Strafe zustande kommt und der Spieler vor dem Einreichen seiner Zählkarte nicht wusste, dass er sich eine Strafe zugezogen hat. Stattdessen erhält der Bewerber die Strafe nach der anwendbaren Regel und weitere zwei Strafschläge für jedes der Löcher, an denen der Bewerber gegen Regel 6-6d verstoßen hat.

2.  Ergänzung der Regel 14-1b. Schläger verankern
 Die neue Regel 14-1b verbietet zukünftig das Verankern des Schlägers während eines Schlags, sei es „direkt“ oder unter Zuhilfenahme eines Ankerpunkts. Unter „Verankern“ versteht
man beispielsweise das Anlegen des Putters an Bauch oder Brust, um den Schläger zu verankern oder abzustützen. Die neue Regel ist keine Änderung der Regeln zur Ausrüstung bzw. zu Schlägern. „Belly-Putter“ und lange Putter sind weiterhin erlaubt, sofern diese nicht während eines Schlags verankert werden.

3. Neue Strafregelung bei Regel 14-3. Künstliche Hilfsmittel und ungebräuchliche Ausrüstung
Bislang wurde ein Spieler bei einer Nutzung künstlicher Hilfsmittel oder ungebräuchlicher Ausrüstung (z.B. Wasserwaage) beim ersten Verstoß disqualifiziert. Zukünftig resultiert der erstmalige Verstoß im Lochspiel in einem Lochverlust und im Zählspiel in zwei Strafschlägen. Erst bei einem weiteren Verstoß folgt die Strafe der Disqualifikation.

4. Regel 18-2b wird abgeschafft. Ball bewegt sich nach Ansprechen
Bislang folgte nach Regel 18-2b ein Strafschlag, wenn sich der Ball beim Ansprechen des Balls bewegt. Diese Strafe wird aufgehoben. Dies bedeutet, wenn sich ein Ball bewegt, nachdem ihn der Spieler angesprochen hat, richtet sich die Anwendung einer Strafe nach Regel 18-2 allein danach, ob der Spieler auch verursacht hat, dass sich der Ball bewegte. Bewegt sich der Ball also ohne Direkteinwirkung des Spielers, bleibt dies straflos

5. Ergänzungen zu Regel 25-2. Eingebetteter Ball
Regel 25-2 erlaubt einen Ball, der auf kurz gemähter Fläche, in sein eigenes Einschlagloch im Boden eingebettet ist, straflos aufzunehmen, zu reinigen und fallenzulassen. Zwei neue Anmerkungen erklären zukünftig, wann ein Ball als eingebettet gilt und, dass die Spielleitung – gemäß Wettspielempfehlung gestattet – eine Platzregel einführen darf, die straflose Erleichterung auch für einen im Gelände eingebetteten Ball gewährt. Ein Ball gilt demnach als im Boden eingebettet, wenn der Ball in seinem eigenen Einschlagloch zur Ruhe kommt und ein Teil des Balls unterhalb der Bodenoberfläche ist.

6. Änderung der Ausnahmeregelung 14-3 & Anhang V: Entfernungsmessgeräte erlaubt
Wenn eine Platzregel die Benutzung von Entfernungsmessgeräten gestattet, war es bislang bereits ein Verstoß gegen Regel 14-3, wenn der Spieler ein Entfernungsmessgerät benutzte, dass darüber hinaus Funktionen enthielt, deren Benutzung nicht erlaubt sind (z.B. Messen von Gefälle, Wind, Temperatur), unabhängig davon, ob diese Funktionen vom Spieler tatsächlich genutzt wurden. Zukünftig liegt nur dann ein Verstoß gegen Regel 14-3 vor, wenn der Spieler das Gerät auch tatsächlich für einen dieser verbotenen Zwecke einsetzt und nicht wenn nur die technische Möglichkeit bestünde dies zu tun.

Neuerungen EGA-Handicapsystem 2016

Kein CBA/CSA
In Österreich haben wir das „Computed Buffer Adjustment“ auch schon bisher nur in den Vorgabeklassen 1 & 2 durchgeführt. Ab 1.1.2016 können und werden wir nun die CBA-Anpassung generell abschaffen. Hier wurde den jeweiligen Nationen freigestellt, ob sie den CBA abschaffen oder für diverse Vorgabeklassen beibehalten. Es wird hier durchaus unterschiedliche Regelungen in den einzelnen Ländern geben.

„Keine Heraufsetzung“ ab Vorgabenklasse 4
(STVG bis -18,5)

Das neue EBA HCP-System ermöglicht ein „Reduction Only“ ab der Vorgabenklasse 4. Sinn und Zweck dieser neuen Regelung ist, langjährigen und „erfahreneren“ Spielern Turnierteilnahmen wieder attraktiver zu machen und eine allenfalls bestehende Angst vor einer Handicap-Verschlechterung zu nehmen. Ein weiterer Grund ist, dass die Runden-/Stammblätter viele dieser Spieler kaum Turnierergebnisse ausweisen und daher eine „korrekte“ Darstellung des aktuell erspielbaren Handicaps ohnehin nicht möglich ist. Der ÖGV hat sich auf der Basis der vorliegenden Gesamtstatistik aller österr. Golfspieler und in Abstimmung mit anderen Golf-Ländern auf die Einführung dieser Regelung für die Vorgabenklasse 4 bis 6 entschieden.

Stammvorgabe -54
Aus der “Clubvorgabe” (-54 BIS -37) wird offiziell die “Vorgabenklasse 6″, somit ist die höchste ÖGV-Stammvorgabe nun -54.

Vorgabeklassen

Hier finden Sie eine Kurzübersicht über die seit 2016 gültigen
ÖGV-Vorgabeklassen und die entsprechenden
Herabsetzungen und Pufferzonen.